Baumstachler-Nachwuchs und Kurzohrrüsselspringer im Zoo Hoyerswerda

Flauschiger Stachler, kleine Rüssler und flache Panzer

Ein putziger Stachler macht jetzt die Anlage der Baumstachler im Zoo Hoyerswerda unsicher. Vor einem Monat wurde das Jungtier geboren und ist der zweite Baumstachler-Nachwuchs im Zoo überhaupt. Gerade einmal 25 cm lang ist der kleine Stachler und macht seinem Namen schon alle Ehre. Auch wenn er wie ein kleiner Flauscheball mit Knubbelnase aussieht, ist er ganz schön stachelig, denn die Stacheln hat er schon von Geburt an. Seine ersten Klettertouren wagt er bereits in sicherer Nähe zu seinem Baumstamm. Mittlerweile steht auch das Geschlecht des Kleinen fest: Es ist ein Männchen. Einen Namen hat er noch nicht. Die meiste Zeit erkundet der Nachwuchs die Anlage auch schon mal allein, hat aber seinen Lieblingsplatz an einem Baumstamm mit Kletterästen direkt in Besuchernähe schon gefunden.
Baumstachler werden auch als Ursons oder Neuweltstachelschweine bezeichnet. Sie stammen aus Nordamerika und sind dort von Alaska und dem Norden Kanadas bis nach Nordmexiko zu finden. Die Art gilt als sehr anpassungsfähig und lebt in Misch-und Nadelwäldern, aber auch in offenem Kulturland und in der Tundra. Die Baumbewohner ernähren sich vorwiegend von Laub, jungen Trieben und Früchten. Im Winter fressen sie auch Baumrinde. Sie gelten als sehr gute Kletterer. Trotzdem fallen Baumstachler häufig herunter: Etwa 35 Prozent aller Skelette in Museen zeigen geheilte Knochenbrüche. Bei Gefahr stellen die Nager ihr Stachelkleid auf und schlagen mit dem Schwanz. An den mehr als 30.000 Stacheln haben die Tiere winzige Widerhaken, die dafür sorgen, dass die Stacheln in ihren Gegnern hängen bleiben. Bei jeder Bewegung des Feindes bohren sie sich noch tiefer in den Körper.

Kleine Rüssler und flache Panzer
Gerade einmal 50 Gramm leicht ist der nun kleinste Tropenhausbewohner des Zoo Hoyerswerda: ein Kurzohrrüsselspringer. Eine markant lange Nase gab ihm seinen Namen. Dank der kräftigen Hinterbeine kann der Rüsselspringer bis zu 20 Kilometer pro Stunde schnell werden. Zwar ähneln sie Mäusen optisch, sind aber tatsächlich näher verwandt an Elefanten und Seekühen. Seit Mitte Mai bewohnt das junge Rüsselspringerpärchen nun schon das Terrarium im Tropenhaus des Zoos. Ganz frisch dazu gekommen ist allerdings ihr neuer Mitbewohner: die Spaltenschildkröte. Wie alle Schildkröten hat auch sie einen Panzer. Jedoch ist er flacher und weicher. Selbst bei der Atmung bewegt er sich mit. Eins haben die zwei ungewöhnlichen Bewohner gemeinsam: sie verstecken sich gern in Felsspalten. Die bieten sowohl den Kurzohrrüsselspringern, als auch den Spaltenschildkröten Schutz vor Fressfeinden und der heißen Sonne Afrikas. Nun müssen sich beide Arten nur einig werden, wer welche
Nische für sich beanspruchen darf.

Öffnungszeiten täglich von 9 – 18 Uhr
Aktuell beachten: Mund-Nasen-Bedeckung in Innenbereichen
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instagram: zoohoyerswerda

Kulturzoo Hoyerswerda im Web