140 Jahre Industriekultur in der weltweit ältesten Brikettfabrik Louise

Ein Erlebnis voller Rütteln, Stampfen und Rumoren

Die einmalige Brikettfabrik Louise in Domsdorf liegt ziemlich genau auf der historischen Grenze der Lausitz und ist durch den ihr innewohnenden Industriegeist untrennbar mit ihr verbunden. Sie diente früher – wie ihr Name schon sagt – als Fabrik, um aus Rohbraunkohle die praktischen Briketts zu pressen. Zum Start der fast kleinsten Fabrik im Jahr 1882 gelang das sogar komplett ohne Strom. Die dazugehörige Kohlegrube Louise befand sich in der Nähe von Finsterwalde. Heute lassen die umliegenden Seen, Bruchwälder, Gebirge und Bergbausiedlungen Bergbaugeschichte sichtbar werden.

Wo einst Kohlearbeiter ein und aus gingen, sind heute Kulturinteressierte, Technikbegeisterte und Klimaschützer jeden Alters willkommen, um die Funktionsweise der Maschinen und die Arbeitsabläufe authentisch kennenzulernen. 14 Anlagen wie die Teller- und Röhrentrockner, die Schleudermühle oder der Stachelwalzenbrecher arbeiten noch immer. Gäste erwartet ein über mehrere Gebäude ausgedehntes Industrieerlebnis voller Rütteln, Stampfen und Rumoren. Dreimal im Jahr werden die historischen Pressen sogar mit Echtdampf betrieben – Stichwort Erlebnistage/Dampftage. Während der Sommermonate finden Konzerte, Oldtimer-Rallyes, Werkstattkurse, Fototouren, Seminare und Feste statt. Neben dem bundesweit höchsten Klimapreis BLAUER KOMPASS strebt die LOUISE – als Teil der Lausitzer Bergbaufolgelandschaft – an, UNESCO Welterbe zu werden. Erweitert wird die Fabrik ab Winter 2022 um eine digitale Ausstellung „Kinderschicksale des verlorenen Transports“ und eine Mineraliensammlung.

Bergmannstag mit Swingin‘ Hermlins am 3.7. ab 10 Uhr, Omer Klein Trio (Jazz) 30.08., 19:30. Sonntags 12:30 und 14:30 öffentliche Führungen, jeden 1. Sonntag im Monat Familienführungen 10:30. Infos unter:

Brikettfabrik Louise im Web